Indikatorenübersicht

Juni 2011

Z1: Anzahl Nutzrassen und -sorten

Die genetische Vielfalt ist für den Erhalt der Biodiversität von grosser Bedeutung. Vielfalt kann verloren gehen, ohne dass eine Art ausstirbt, zum Beispiel wenn Unterarten, aber auch wenn Rassen oder Sorten verschwinden. Diese Gefahr ist in den letzten Jahrzehnten gewachsen, weil sich die Landwirtschaft dem Ertrag zuliebe bei der Zucht auf einige wenige Rassen und Sorten konzentriert hat. Jene Rassen und Sorten, die - gemessen in Litern und Kilogramm pro Jahr - weniger produktiv oder anfälliger gegen Krankheiten sind, wurden in der Nutztierhaltung und im Erwerbsanbau verdrängt. Daher werden heute besondere Anstrengungen unternommen, um ältere Rassen und Sorten mit ihren speziellen genetischen Merkmalen zu erhalten. Der Indikator vermittelt einen Überblick sowohl über die in der Schweiz gezüchteten Tierrassen für welche ein Herdebuch geführt wird, als auch über Sorten ausgewählter Nutzpflanzenarten, die erhalten werden sollen. >mehr


August 2011

Z2: Anteil der Nutzrassen und -sorten

Der Anteil von Nutztierrassen und Kulturpflanzensorten an der landwirtschaftlichen Gesamtproduktion hat sich in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts stark zu Gunsten einiger weniger Rassen und Sorten verschoben. Doch nicht nur der Verlust von Rassen und Sorten ist problematisch, sondern auch die Schmälerung der genetischen Basis auf wenige leistungsfähige Hybridlinien. Die Tendenz zur Inzucht vermindert die genetische Bandbreite der Nutztiere und -pflanzen und schränkt so das Reaktionspotenzial einer Population im Falle von Infektionskrankheiten, Parasitenbefall oder Seuchen ein. >mehr


Oktober 2010

Z3: Artenvielfalt in der Schweiz und in den Regionen

Zwischen 1900 und 2000 änderte sich die Zahl der wild lebenden Arten, die das BDM überwacht, insgesamt kaum. Eine deutliche Zunahme gab es nur bei den Brutvögeln (plus 17 Arten) und bei den Säugetieren (plus 6 Arten). Bei den Reptilien ist eine Art neu hinzugekommen. Abgenommen hat die Artenzahl der Heuschrecken (minus 2), der Rundmäuler (minus 1) und der Tagfalter (minus 2). Bei den Amphibien und Fischen sind Arten neu hinzugekommen, andere sind verschwunden. Die Bilanz blieb jedoch gesamthaft ausgeglichen. Ausgeglichen ist die Bilanz auch bei den Libellen. Die Artenzahl nahm zwischen 1970 und 1990 am stärksten zu. Zwischen 1997 und 2009 war die Zunahme geringer (plus 6 Arten). Neuzuzüge und Verschwinden hielten sich fast die Waage. Die Veränderungen werden entweder durch sehr seltene Arten verursacht, die in der Schweiz an ihre geografischen oder ökologischen Grenzen stossen oder durch das absichtliche oder zufällige Aussetzen fremder Arten. Verbesserte Artenkenntnis und zunehmende Erfahrung könnte ebenfalls eine Rolle spielen. In den verschiedenen Regionen veränderten sich die Artenzahlen stärker als gesamtschweizerisch gesehen. >mehr


Februar 2006

Z4: Weltweit bedrohte Arten in der Schweiz

Die Schweiz bietet vielen Pflanzen und Tieren, die weltweit gefährdet und damit vom Aussterben bedroht sind, einen Lebensraum. Der Indikator zeigt, ob die Schweiz Bestände von solch bedrohten Arten auf ihrem Gebiet erhalten kann. >mehr


Dezember 2011

Z5: Gefährdungsbilanzen

In den letzten hundertfünfzig Jahren sind in der Schweiz 244 Tier- und Pflanzenarten verschollen oder verschwunden. Andere laufen Gefahr, lokal, regional oder gar global auszusterben. Rote Listen (RL) dokumentieren diese Gefährdung. Als Instrument des Naturschutzes stellen sie für Massnahmen gegen das Artensterben grundlegende Informationen bereit. Seit Anfang der 1990er Jahre veröffentlicht das BAFU rechtskräftige Rote Listen und aktualisiert sie im Rhythmus von 10-20 Jahren, je nach Artengruppe. >mehr


August 2010

Z6: Bestand bedrohter Arten

Der Indikator Z6 zeigt an Beispielen, wie sich die Bestände bedrohter oder potenziell bedrohter Tier- und Pflanzenarten innerhalb von zehn oder mehr Jahren verändern. Arten mit erhöhtem Aussterberisiko sind für den Erhalt der Artenvielfalt von besonderer Bedeutung. Bei Z6 erlauben in der Regel jährliche Zählungen, die Entwicklung der erfassten Arten so exakt wie möglich zu verfolgen. Die vorgestellten Beispiele zeigen ganz unterschiedliche Bestandesverläufe und -trends. Es gibt sowohl Arten, deren Bestände zunehmen (etwa die Kolbenente), als auch Arten, deren Populationen bis zur Bedeutungslosigkeit absinken (zum Beispiel die Bekassine). Die Bestände anderer Arten, etwa der Fledermaus «Grosse Hufeisennase», schwanken. >mehr


Juli 2011

Z7: Artenvielfalt in Landschaften

Der Indikator «Artenvielfalt in Landschaften (Z7)» ist einer der Kernindikatoren des BDM und zeigt auf, wie viele Arten in den Landschaften der Schweiz vorkommen. Inzwischen liegen für die untersuchten Artengruppen Gefässpflanzen, Brutvögel und Tagfalter vollständige Zustands- und erste Veränderungswerte vor. Die Ergebnisse zeigen, dass die Pflanzenartenvielfalt in verschiedenen Landschaften während der vergangenen fünf Jahre zugenommen hat. Bei den Brutvögeln und Tagfaltern ist dagegen im gleichen Beobachtungszeitraum keine Veränderung der Artenvielfalt nachweisbar. >mehr


September 2011

Z8: Bestand häufiger Arten

Der Indikator «Bestand häufiger Arten (Z8)» erfasst, wie sich die Bestände häufiger Tier- und Pflanzenarten im Laufe der Zeit verändern. Häufige Arten sind ökologisch bedeutend: Sie bilden den Hauptteil der lebenden Biomasse, eine ergiebige Nahrungsquelle für andere Organismen und liefern den grössten Beitrag an die Ökodienstleistungen. Mit ihren grossen Beständen und ihrer weiten Verbreitung prägen sie das Erscheinungsbild ihrer Lebensräume und sogar ganzer Landschaften. >mehr


Juli 2011

Z9: Artenvielfalt in Lebensräumen

Der Indikator Z9 ist einer der Kernindikatoren des BDM und zeigt auf, wie viele Arten in den verschiedenen Lebensräumen (Biotopen) der Schweiz vorkommen, und wie sich diese Artenzahlen verändern – etwa im Wald, in der Siedlung, auf dem Acker oder in Gewässern.
Die heute verfügbaren Daten lassen erkennen, dass auf den Alpweiden und im Gebirge die durchschnittlichen Artenzahlen der Gefässpflanzen, Moose und Mollusken (Gehäuseschnecken) in den vergangenen fünf Jahren zugenommen haben. Auf den Wiesen und Weiden sowie im Wald sind Zunahmen der Moose und Mollusken zu erkennen, auf den Äckern und in den Siedlungen haben nur die Mollusken zugenommen.
Neu sind auch die Gewässerinsekten in den Indikator Z9 integriert. >mehr


Februar 2010

Z10: Fläche der wertvollen Biotope

Wertvolle Biotope heben sich von der Normallandschaft ab. Sie zeichnen sich durch besondere Schönheit aus, sind typisch für den jeweiligen Lebensraum und bieten einzigartigen Pflanzen- und Tiergemeinschaften Schutz und Lebensraum. Oft sind sie gefährdet. Wertvolle, gesamtschweizerisch bedeutende Biotope wie Auengebiete, Hochmoore oder Trockenwiesen sind in sogenannten Bundesinventaren erfasst. Der Flächenanteil dieser Biotope an der Landesfläche ist je nach biogeografischer Region unterschiedlich: Am höchsten ist er an der Alpennordflanke, wo 2,29 Prozent der Gesamtfläche in einem Bundesinventar erfasst sind; darauf folgen die Östlichen Zentralalpen mit 1,97 Prozent, und am tiefsten ist der Anteil mit 0,89 Prozent im Mittelland. Die Gesamtfläche der erfassten gesamtschweizerisch bedeutenden Biotope beträgt 63’412 Hektar, was rund 1,5 Prozent der Landesfläche entspricht. >mehr


Dezember 2007

Z11: Qualität der wertvollen Biotope

Der Indikator beschreibt, wie sich die Qualität der wertvollen Biotope verändert. Erste Resultate liegen für Moore vor. Moore sind zwar keine Hotspots der Biodiversität. Im Gegenteil, sie beherbergen relativ wenige Tier- und Pflanzenarten. Diese sind aber zumeist auf den Lebensraum Moor angewiesen und kommen anderswo nicht vor. Zudem sind viele Moorbewohner selten und stehen auf den Roten Listen der gefährdeten Arten. Auch die Moore selbst sind relativ seltene Landschaftselemente und als solche schützenswert. >mehr


August 2011

Z12: Vielfalt von Artengemeinschaften

Der Indikator «Vielfalt von Artengemeinschaften (Z12)» beschreibt, wie sich die Artenzusammensetzungen innerhalb einzelner Nutzungstypen und in den verschiedenen Regionen der Schweiz entwickeln. Wenn sich infolge einheitlicher Nutzungen und anderen Prozessen überall die gleichen Arten ausbreiten, so steigt vielleicht kleinräumig betrachtet die Artenzahl, aber grossräumig wäre ein Verlust an Vielfalt, eine Vereinheitlichung die Folge. Umgekehrt können auch eher artenarme Standorte zur Vielfalt beitragen, wenn sie Arten beherbergen, die anderswo fehlen. Erste Ergebnisse deuten darauf hin, dass sich die Artengemeinschaften bei Pflanzen in den ganzen Landschaften, aber auch in Wiesen und Weiden tatsächlich vereinheitlichen. >mehr


Januar 1970

E1: Fläche der wertvollen Biotope

E1 erfasst die Fläche der wertvollen Biotope, die durch verschiedene Bundesinventare geschützt werden. Biotope wie Hochmoore oder Auengebiete zeichnen sich durch eine einzigartige Tier- und Pflanzengemeinschaft aus. >mehr


November 2010

E2: Flächennutzung

Für den Indikator E2 wird die Schweizer Landschaft in 13 verschiedene Flächennutzungen eingeteilt. Diese Einteilung widerspiegelt unterschiedliche Nutzungen und Bedeckungen des Bodens in der Schweiz. Jede Flächennutzung birgt die ihr eigenen Lebensräume mit ihren angepassten Lebensgemeinschaften. Wird der Boden anders genutzt, verändern sich die Lebensräume und damit die Bedingungen für die dort lebenden Tiere und Pflanzen. Die Fläche der 13 Bodennutzungen wird für zwei Zeitschnitte (1979-1985 und 1992-1997) angegeben. Es ist nicht möglich, die Veränderungen der Nutzflächen allgemeingültig als positiv oder negativ für die Artenvielfalt zu werten. Derartige Interpretationen können nur in Verbindung mit anderen BDM-Indikatoren gemacht werden (insbesondere Z7 / Z8 / Z9). >mehr


Februar 2009

E3: Fläche der naturüberlassenen Gebiete

Durch den Menschen kaum beeinflusste "Wildnisgebiete" gibt es vor allem in den hohen Lagen. Sie machen knapp einen Fünftel der Schweizer Landesfläche aus und bestehen überwiegend aus Fels und Geröll. Die biologische Qualität der Wildnisflächen und damit auch ihre Bedeutung für die Natur sind unterschiedlich. >mehr


April 2007

E4: Länge linearer Landschaftselemente

Der Indikator «Länge linearer Landschaftselemente (E4)» weist die Längenveränderungen von Hecken, Waldrändern und offenen Bachläufen aus. >mehr


Juni 2006

E5: Nutzungs- und Bedeckungsvielfalt des Bodens

Die Vielfalt und Anordnung von Lebensräumen beeinflusst die biologische Vielfalt. Reich strukturierte Landschaften beherbergen mehr Arten als monotone Landstriche. >mehr


Februar 2011

E6: Nährstoffangebot im Boden

Eine hohe Belastung mit Nährstoffen – insbesondere Stickstoff-, Phosphor- und Kaliumverbindungen – führt in der Regel zu einer Abnahme der Pflanzenvielfalt. Einzelne Arten, die das hohe Nährstoffangebot nutzen können, wachsen schnell und verdrängen konkurrenzschwache Arten, die nährstoffarme Böden bevorzugen. Der Indikator E6 zeigt, wie gross das Nährstoffangebot in Schweizer Böden ist. Im Hinblick auf die Biodiversität ist ein tiefer Wert positiv zu werten, ein hoher negativ. >mehr


September 2011

E7: Nutzungsintensität der landwirtschaftlichen Fläche

Je mehr Dünger und Pestizide eingesetzt werden und je höher der Nutztierbestand, desto mehr steigt der Druck auf die Biodiversität. Der Indikator E7 zeigt, wie intensiv die Landwirte ihre Flächen nutzen. Dazu werden die Nutzpflanzen-Erträge pro Fläche und der Tierbestand in Grossvieheinheiten (GVE) pro Hektare angegeben. Der Indikator erfasst die Erträge der sieben Nutzpflanzen, die hierzulande vorherrschen – unter anderem Weizen, Gerste oder Kartoffeln – in Kilogramm pro Hektare. Damit lässt sich die Nutzungsintensität nur grob wiedergeben, da auch weitere Faktoren wie Klima, Bodenfruchtbarkeit, Sortenwahl oder Schädlingsbefall den Flächenertrag ebenfalls beeinflussen. Bei allen Nutzpflanzen zeigen sich als langfristiger Trend zunehmende Ernteerträge. Auch der Tierbestand lässt nur bedingt auf die Nutzungsintensität schliessen, da die Tierrasse und die Art der Tierhaltung ebenfalls eine Rolle spielen. Gesamtschweizerisch hat der Nutztierbestand zwischen 1999 und 2008 um 7,59 Prozent zugenommen. >mehr


Januar 2009

E8: Florenfremde Waldflächen

Weniger als ein Prozent des Schweizer Waldes wird von fremdländischen Baumarten dominiert. Dieser geringe Anteil ist erfreulich, denn fremde Bäume sind der einheimischen Vielfalt abträglich, weil sie als Nahrung für die einheimische Tierwelt oft nicht in Frage kommen. >mehr


Februar 2009

E9: Jungwaldfläche mit künstlicher Verjüngung

Die genetische Vielfalt unter den Jungbäumen ist im natürlich verjüngten Wald grösser, als wenn das Pflanzenmaterial aus Baumschulen stammt. Natürlich verjüngte Wälder sind besser an ihre Standorte angepasst und in der Regel vielfältiger. Der Anteil der natürlich verjüngten Jungwaldfläche hat stark zugenommen. >mehr


April 2009

E10: Totholz

Totholz - ob stehend oder liegend - bietet einer Vielzahl von Lebewesen Nahrung und Lebensraum. Der Totholzvorrat hat in letzten Jahren zwar stark zugenommen. Aus ökologischer Sicht ist der Totholzvorrat in vielen Schweizer Wäldern heute jedoch immer noch zu tief. Dies gilt in insbesondere für die Wälder des Mittelandes und des Juras. >mehr


Februar 2009

E11: Wasserentnahmen aus Fliessgewässern

Zur Stromerzeugung wird vielen Flüssen und Bächen Wasser entnommen. Aus der Sicht des Gewässerschutzes beeinträchtigen 90 Prozent dieser Entnahmen die betroffenen Gewässer stark. Dies wirkt sich auf die Gewässer und ihre Artenvielfalt negativ aus. >mehr


Oktober 2010

E12: Anteil beeinträchtigter Fliessgewässerabschnitte

Durch Begradigungen sind in der Vergangenheit viele Flüsse eingeengt worden. Der Bau von künstlichen Ufern und Flusssohlen führte zu einem Verlust an Lebensräumen, Unterschlüpfe für Kleinlebewesen und Fische gingen verloren. Im Unterschied zu verbauten Flüssen bieten Flussläufe mit unverbauten, strukturreichen Ufern und Sohlen vielen Lebewesen wichtige Lebensräume, insbesondere auch jungen Fischen und ihren Beutetieren. Heute befinden sich rund 14'000 Kilometer oder 22 Prozent der Schweizer Fliessgewässer in einem beeinträchtigten Zustand. >mehr


Oktober 2010

E13: Wasserqualität

Der Indikator zeigt, wie sich die Wasserqualität von Schweizer Steh- und Fliessgewässern sowie des Grundwassers in Bezug auf Nährstoffe entwickelt. Eine gute Wasserqualität wirkt sich positiv auf die Gewässerfauna aus, denn saubere Flüsse und Seen sind artenreicher als verschmutzte Gewässer. >mehr


Januar 1970

E14: Anteil belasteter Gewässer

Der Indikator zeigt, ob die Konzentration von Schadstoffen in Schweizer Gewässern die gesetzlich festgelegten Grenzwerte überschreitet. Überschreitungen deuten darauf hin, dass die Gewässervorschriften zu wenig konsequent umgesetzt werden. >mehr


Dezember 2009

E15: Landschaftszerschneidung

Je mehr Hindernisse die Landschaft zerstückeln, desto kleiner ist die effektive Maschenweite und desto ungünstiger ist dies für die Biodiversität. >mehr


August 2011

M1: Fläche der Schutzgebiete

Rechtlich verbindliche Schutzgebiete sind wichtige, langfristig wirksame Instrumente des Naturschutzes. Solche Gebiete fördern die Biodiversität, indem sie Lebensräume gefährdeter Arten schützen, Wildnis entstehen lassen und bewahren, oder der Natur angepasste Nutzungen erhalten. Der Indikator M1 zeigt, wie sich die rechtlich definierten Grenzen der Schutzgebiete ändern. Erfasst werden Auen, Hochmoore, Flachmoore, Amphibienlaichgebiete, Trockenwiesen und -weiden, sowie Wasser- und Zugvogelreservate, Eidgenössische Jagdbanngebiete und der Schweizerische Nationalpark. Die Gesamtfläche dieser Schutzgebiete stieg von 29'449 Hektar im Jahr 1991 auf 256'891 Hektar im Jahr 2010. Das entspricht aktuell 6,2 Prozent der Landesfläche Die Gesamtfläche der strengen Schutzgebiete, inbegriffen sind Auen, Hochmoore, Flachmoore, Amphibienlaichgebiete, Trockenwiesen und -weiden und der Nationalpark, stieg ebenfalls an, von 18'155 Hektar auf 90'329 Hektar. Das sind 2,2 Prozent der Landesfläche. >mehr


Januar 1970

M2: Fläche der sicheren Schutzgebiete

Rechtlich verbindliche Schutzgebiete sind wichtige, langfristig wirksame Instrumente des Naturschutzes. Allerdings gibt es keine Garantie, dass auf dem Papier ausgewiesene Schutzgebiete die Flora und Fauna vor Ort tatsächlich wirksam schützen. Der Indikator erfasst zunächst die Fläche der Schutzgebiete von nationaler Bedeutung, wobei er sich auf die Biotopinventare des Bundes stützt. Auf dieser Basis zeigt der Indikator, inwieweit die Kantone den rechtlichen Schutz auch tatsächlich vollziehen. Bislang liegen jedoch erst die Ergebnisse der Umsetzungskontrolle für Auen und Moore vor (Stand 2006). Rund drei Viertel der Auen sind zwar auf die eine oder andere Weise kantonalrechtlich geschützt. Die Kantone schätzen den Schutz aber nur für 34 Prozent der Gesamtfläche als genügend ein. Bei den Flachmooren ist die Situation vergleichbar. Über 80 Prozent der Schweizer Flachmoorfläche ist auf Kantonsebene geschützt. Bei der Qualität des Schutzes gibt es jedoch grosse Defizite. So haben 24 Prozent der Flachmoorfläche keine Pufferzone. Zu 46 Prozent der Flachmoorfläche gibt es dazu überhaupt keine Angaben. Bei den Hochmooren sieht die Situation etwas besser aus. 92 Prozent der Hochmoorfläche sind kantonal geschützt, 21 Prozent der Flächen weisen jedoch keine Pufferzone auf. >mehr


Januar 1970

M3: Gefährdete Arten in Schutzgebieten

Naturschutzgebiete nützen aus Sicht des Artenschutzes am meisten, wenn sie viele bedrohte Pflanzen und Tiere beherbergen. Der Indikator zeigt, ob gefährdete Arten von Schutzgebieten profitieren. >mehr


Juni 2011

M5: Biologisch bewirtschaftete Flächen

Vom Bio-Landbau verspricht man sich eine vielfältigere und artenreichere Umwelt. Auch deshalb wird er vom Bund gezielt gefördert. Der Bio-Landbau verwendet keine chemisch-synthetisch hergestellten Hilfsstoffe wie Handelsdünger oder Pestizide und verzichtet auf gentechnisch veränderte Organismen oder deren Folgeprodukte. Zwischen 1993 und 2008 nahm die biologisch bewirtschaftete Fläche in der Schweiz von knapp 19‘000 auf rund 114’000 Hektar zu. Bis 2003 wuchs die Fläche stark, dann flachte die Zunahme ab. Das Flächenmaximum wurde 2006 mit nahezu 116'000 Hektar erreicht. 2007 nahm die Fläche etwas ab. Im Jahr darauf stieg sie wieder leicht an, erreichte aber nicht mehr den Stand von 2006. >mehr


Januar 1970

M6: Vollzug der Umweltvorschriften

Der Vollzug geltender Umweltvorschriften ist der entscheidende Schritt im Naturschutz. Der Indikator zeigt, wie gut Bestimmungen in der Schweiz umgesetzt werden. >mehr


November 2011

M7: Finanzen für Natur- und Landschaftsschutz

Wie viel Geld Bund, Kantone und Gemeinden für den Natur- und Landschaftsschutz ausgeben, deutet auf dessen Stellenwert in der Politik hin. Es zeigt auch auf, wie viel die Schweiz für die Erhaltung und Wiederherstellung unserer Natur zu zahlen bereit ist. Gegenwärtig machen die Ausgaben für Naturschutz bloss 1,1 Promille der Gesamtausgaben der öffentlichen Haushalte aus. Die Höhe der Ausgaben sagt allerdings nichts über die Effizienz der Massnahmen. >mehr