E13: Wasserqualität
Der Indikator zeigt, wie sich die Wasserqualität von Schweizer Steh- und Fliessgewässern sowie des Grundwassers in Bezug auf Nährstoffe entwickelt. Eine gute Wasserqualität wirkt sich positiv auf die Gewässerfauna aus, denn saubere Flüsse und Seen sind artenreicher als verschmutzte Gewässer.
Die Grundwasserqualität in Bezug auf Nährstoffe ist im Allgemeinen ebenfalls gut. Die Nitrat-Konzentrationen sind jedoch in den intensiv genutzten Ackerbau- und Siedlungsgebieten oft zu hoch.
Die Überdüngung ist für die meisten Gewässer nicht mehr ein wesentliches Problem. Die Wasserqualität wird jedoch insbesondere in kleinen bis mittleren Gewässern im stark genutzten schweizerischen Mittelland durch Pflanzenschutzmittel, Treibstoffzusätze oder Mikroverunreinigungen beeinträchtigt. Einige dieser Stoffe können bereits in sehr tiefen Konzentrationen nachteilige Wirkungen auf aquatische Ökosysteme haben.
Für die Beurteilung der Gewässerqualität sind auch Wasserentnahmen und Verbauungen von grosser Bedeutung (siehe E11 und E12).
Ortho-Phosphat-Konzentrationen an 12 NADUF-Messstationen (1976 – 2005)

Kommentar
- Die Zuordnung der verschiedenen Stoffkonzentrationen zu den Klassen (Farbskala) entspricht jener des Modul-Stufen-Konzepts Chemie. Gute und sehr gute Werte (blau und grün) erfüllen die Zielvorgabe. Für die Klasseneinteilung siehe Methodik.
- Die Phosphat-Konzentrationen (PO4-) sind heute meist unbedenklich. Das Verbot von Phosphaten in Textilwaschmitteln, das seit 1986 in Kraft ist, führte zu einem deutlichen Rückgang der Phosphat-Konzentrationen.
- Messstation Porte du Scex: Seit dem Jahr 2000 fallen etliche Messwerte für Ortho-Phosphat unter die Bestimmungsgrenze. Diese Messwerte wurden mit Werten ersetzt, die dem halbierten unteren Bestimmungsgrenzwert entsprechen.
- An den folgenden Stationen wurden nicht durchgehend gemessen: Littau, Gümmenen, Hagneck, Mellingen, Riazzino.
- Für folgende Perioden liegen keine Messdaten vor: Kleine Emme 1976–80, Reuss 1981–85, Saane 1976–80 und 1981–85.
- Es wurden 14-tägige Sammelproben erhoben.
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