Indikatorenübersicht M
M1: Fläche der Schutzgebiete
Rechtlich verbindliche Schutzgebiete sind wichtige, langfristig wirksame Instrumente des Naturschutzes. Solche Gebiete fördern die Biodiversität, indem sie Lebensräume gefährdeter Arten schützen, Wildnis entstehen lassen und bewahren, oder der Natur angepasste Nutzungen erhalten. Der Indikator M1 zeigt, wie sich die rechtlich definierten Grenzen der Schutzgebiete ändern. Erfasst werden Auen, Hochmoore, Flachmoore, Amphibienlaichgebiete, Trockenwiesen und -weiden, sowie Wasser- und Zugvogelreservate, Eidgenössische Jagdbanngebiete und der Schweizerische Nationalpark. Die Gesamtfläche dieser Schutzgebiete stieg von 29'449 Hektar im Jahr 1991 auf 256'891 Hektar im Jahr 2010. Das entspricht aktuell 6,2 Prozent der Landesfläche Die Gesamtfläche der strengen Schutzgebiete, inbegriffen sind Auen, Hochmoore, Flachmoore, Amphibienlaichgebiete, Trockenwiesen und -weiden und der Nationalpark, stieg ebenfalls an, von 18'155 Hektar auf 90'329 Hektar. Das sind 2,2 Prozent der Landesfläche. >mehr
M2: Fläche der sicheren Schutzgebiete
Rechtlich verbindliche Schutzgebiete sind wichtige, langfristig wirksame Instrumente des Naturschutzes. Allerdings gibt es keine Garantie, dass auf dem Papier ausgewiesene Schutzgebiete die Flora und Fauna vor Ort tatsächlich wirksam schützen. Der Indikator erfasst zunächst die Fläche der Schutzgebiete von nationaler Bedeutung, wobei er sich auf die Biotopinventare des Bundes stützt. Auf dieser Basis zeigt der Indikator, inwieweit die Kantone den rechtlichen Schutz auch tatsächlich vollziehen. Bislang liegen jedoch erst die Ergebnisse der Umsetzungskontrolle für Auen und Moore vor (Stand 2006). Rund drei Viertel der Auen sind zwar auf die eine oder andere Weise kantonalrechtlich geschützt. Die Kantone schätzen den Schutz aber nur für 34 Prozent der Gesamtfläche als genügend ein. Bei den Flachmooren ist die Situation vergleichbar. Über 80 Prozent der Schweizer Flachmoorfläche ist auf Kantonsebene geschützt. Bei der Qualität des Schutzes gibt es jedoch grosse Defizite. So haben 24 Prozent der Flachmoorfläche keine Pufferzone. Zu 46 Prozent der Flachmoorfläche gibt es dazu überhaupt keine Angaben. Bei den Hochmooren sieht die Situation etwas besser aus. 92 Prozent der Hochmoorfläche sind kantonal geschützt, 21 Prozent der Flächen weisen jedoch keine Pufferzone auf. >mehr
M3: Gefährdete Arten in Schutzgebieten
Naturschutzgebiete nützen aus Sicht des Artenschutzes am meisten, wenn sie viele bedrohte Pflanzen und Tiere beherbergen. Der Indikator zeigt, ob gefährdete Arten von Schutzgebieten profitieren. >mehr
M5: Biologisch bewirtschaftete Flächen
Vom Bio-Landbau verspricht man sich eine vielfältigere und artenreichere Umwelt. Auch deshalb wird er vom Bund gezielt gefördert. Der Bio-Landbau verwendet keine chemisch-synthetisch hergestellten Hilfsstoffe wie Handelsdünger oder Pestizide und verzichtet auf gentechnisch veränderte Organismen oder deren Folgeprodukte. Zwischen 1993 und 2008 nahm die biologisch bewirtschaftete Fläche in der Schweiz von knapp 19000 auf rund 114000 Hektar zu. Bis 2003 wuchs die Fläche stark, dann flachte die Zunahme ab. Das Flächenmaximum wurde 2006 mit nahezu 116'000 Hektar erreicht. 2007 nahm die Fläche etwas ab. Im Jahr darauf stieg sie wieder leicht an, erreichte aber nicht mehr den Stand von 2006. >mehr
M6: Vollzug der Umweltvorschriften
Der Vollzug geltender Umweltvorschriften ist der entscheidende Schritt im Naturschutz. Der Indikator zeigt, wie gut Bestimmungen in der Schweiz umgesetzt werden. >mehr
M7: Finanzen für Natur- und Landschaftsschutz
Wie viel Geld Bund, Kantone und Gemeinden für den Natur- und Landschaftsschutz ausgeben, deutet auf dessen Stellenwert in der Politik hin. Es zeigt auch auf, wie viel die Schweiz für die Erhaltung und Wiederherstellung unserer Natur zu zahlen bereit ist. Gegenwärtig machen die Ausgaben für Naturschutz bloss 1,1 Promille der Gesamtausgaben der öffentlichen Haushalte aus. Die Höhe der Ausgaben sagt allerdings nichts über die Effizienz der Massnahmen. >mehr