Ebenen

Die Biodiversität lässt sich auf verschiedenen Skalen beschreiben. Je nachdem wie gross die Bezugsregion gewählt wird, beeinflussen andere Faktoren die Vielfalt.

Die Vielfalt lässt sich auf verschiedenen Skalen beschreiben. Je nach Bezugsgrösse hängt die biologische Vielfalt von anderen Faktoren ab:

  • Der Artenreichtum innerhalb eines einheitlichen Lebensraumes wie einem Waldrand oder einem Moor wird beeinflusst durch die Qualität und die Menge der Ressourcen wie beispielsweise Nährstoffe, Licht, Kleinklima und Nahrungsangebot. Auf Flächen, die vom Menschen genutzt werden, hat zudem die Art und Intensität der Nutzung oder Pflege entscheidenden Einfluss auf die Vielfalt. Fachleute bezeichnen diese Artenvielfalt als Alpha-Diversität.
  • Die Artenzahl in einer Landschaft wie zum Beispiel einem Tal oder einer Gemeinde ist abhängig von der Anzahl der verschiedenen Lebensräume, der Länge von Grenzlinien, der Qualität von Übergangsbereichen und der Grösse von Nutzflächeneinheiten. Generell gilt: Je vielgestaltiger eine Landschaft, desto artenreicher ist sie auch. Fachleute bezeichnen diese Artenvielfalt als Beta-Diversität.
  • Schliesslich lässt sich auch die Vielfalt eines ganzen Landes beziehungsweise einer sogenannten biogeografischen Region wie etwa dem Jura oder den Nordalpen beschreiben. Bei diesem grossen Massstab wird die Zahl der Arten weitgehend von Bestandesänderungen bedrohter und/oder seltener Arten bestimmt; sie nimmt beim Erlöschen der letzten regionalen Vorkommen ab. Bei der erfolgreichen Wieder- oder Neubesiedlung der Region und bei der Neuentstehung von Arten nimmt sie zu. Fachleute bezeichnen diese Artenvielfalt als Gamma-Diversität.

Ebenen der Artenvielfalt

Die Artenvielfalt wird auf drei verschiedenen Ebenen erfasst:
1.) Artenvielfalt eines Landes (Gamma).
2.) Artenvielfalt eines Lebensraummosaiks (Beta).
3.) Artenvielfalt eines Lebensraumes (Alpha).