Aufnahme
Eine ausgeklügelte und hoch standardisierte Methodik ist notwendig, um die Artenvielfalt zu messen.
Zur Erfassung der Landschafts-Diversität bei den Pflanzen und Tagfaltern schreiten die Feldmitarbeitenden in den Stichprobenflächen von einem Quadratkilometer einen auf der Karte definierten Weg (Transekt) von 2,5 Kilometern Länge ab und registrieren alle Arten, die sie dabei antreffen. Zur Erfassung der Vögel wird die ganze Fläche eines Quadratkilometers frei abgeschritten.
Mit einem einmaligen Besuch der Probefläche ist es aber nicht getan: Werte auf den Stichprobenflächen werden in der Regel zwei- bis dreimal pro Jahr erhoben, um auch jahreszeitlich bedingte Unterschiede in der Artenzusammensetzung zu berücksichtigen. Für die Tagfaltererhebungen müssen die Flächen sogar bis zu sieben Mal erhoben werden.
Erfassung der Artenvielfalt in Landschaften (Indikator Z7)
Für die Erhebung in einem Lebensraum suchen Feldbiologinnen und -biologen die Stichprobenflächen von zehn Quadratmetern mittels GPS- und Magnetsuchgerät. Ist der Magnet einmal lokalisiert, werden zur Erfassung der Lebensraum-Diversität Gefässpflanzen, Schnecken und Moose im Umkreis von 1,8 Metern inventarisiert.
Bereits im Feld werden die Arten mit Hilfe eines Taschen-Computers erfasst. So erübrigt sich das Übertragen vom Feldbuch in den Computer. Manchmal ist es aber auch nötig, Arten mitzunehmen und zu Hause nachzubestimmen. Moose und Schnecken werden zur Bestimmung an Spezialisten weitergegeben. Die festgelegten Methoden des BDM verlangen eine sehr exakte Arbeitsweise.
Erfassung der Artenvielfalt in Lebensräumen (Indikator Z9)

Lokalisieren der Probefläche
Die genaue Position der Stichprobenfläche wird mit einem Magnetsuchgerät ermittelt. Alle fünf Jahre wird genau dieselbe Fläche nochmals besucht.

Pflanzen bestimmen
Gefässpflanzen werden soweit wie möglich vor Ort bestimmt.

Befund notieren
Die angetroffenen Arten werden in einem Protokollblatt vermerkt. Teilweise werden die Daten bereits im Feld direkt in einen Handheld-Computer eingegeben.

Bodenproben nehmen
Schnecken und Moose können erst von Fachleuten im Labor bestimmt werden. Daher nehmen die Feldmitarbeitenden Proben und schicken sie an die Koordinationsstelle.
> Anschaulich erläutert werden die Aufnahmemethoden auch im Faltblatt.
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