Bedarf
Warum ein Monitoring? Die biologische Vielfalt ist eine Lebensgrundlage der Schweiz.
Daten des BDM bilden zusammen mit anderen Umweltinformationen eine wichtige Basis für die zukünftige Naturschutzpolitik und für andere Politikbereiche, die einen grossen Einfluss auf die Biodiversität haben, wie etwa Land- und Forstwirtschaft, Strassenbau und Raumplanung. Das BDM kann negative und positive Entwicklungen der biologischen Vielfalt zuverlässig und frühzeitig erkennen und Massnahmen auslösen.
Zwar erheben verschiedene Organisationen bereits Daten über Bestände und die Verbreitung von Arten, doch lückenlose Zeitreihen gibt es bislang kaum. Auch die «Roten Listen» der bedrohten Arten der Schweiz haben einen entscheidenden Mangel: Sie konzentrieren sich definitionsgemäss nur auf die seltenen Arten. Die Zahlen der seltenen Arten können aber ein falsches Bild vermitteln. Ein Programm, das die biologische Vielfalt insgesamt dokumentieren soll, muss sich deshalb sowohl mit seltenen als auch mit häufigen und verbreiteten Arten befassen. Dazu sind neue Erhebungen nötig, wie sie im Rahmen des BDM vorgesehen sind.
Die Schweiz hat sich zudem unter anderem mit der Unterzeichnung der Biodiversitätskonvention von Rio im Jahre 1992 verpflichtet, die biologische Vielfalt langfristig zu überwachen.