Fokus
Das BDM hat zum Ziel, über möglichst grosse Flächen Aussagen machen zu können. Deshalb ist es wichtig, diejenigen Arten zu erfassen, die typisch für unsere Normallandschaft sind.
Das BDM richtet das Augenmerk auf die Erhebung von häufigen und verbreiteten Arten. Gerade bei diesen haben in den vergangenen Jahren starke Veränderungen stattgefunden – einstmals häufige Arten sind heute nur noch selten anzutreffen. Indem das BDM solche Entwicklungen erkennt, kann es frühzeitig warnen und Massnahmen begründen, bevor Arten in die Roten Listen aufgenommen werden müssen.
Artenvielfalt der Brutvögel in der Schweiz
| Artenvielfalt der Brutvögel in der Schweiz | 1890 | 1990 | Differenz |
|---|---|---|---|
| Zahl der Brutvogelarten insgesamt | 172 | 196 | + 14% |
| Zahl der verbreiteten Brutvogelarten | 69 | 42 | - 39% |
| Zahl der (natürlich) seltenen Brutvogelarten | 15 | 32 | + 113% |
Die Daten belegen, dass die Gesamtartenzahl der Brutvögel und die Zahl der natürlicherweise seltenen Arten in der Schweiz in den letzten hundert Jahren zugenommen hat. Gleichzeitig hat aber die Zahl der verbreiteten Arten um über ein Drittel abgenommen.

Der Wiesensalbei ist eine Art, die früher häufig vorkam. Mittlerweile ist sie jedoch als selten einzustufen.
Durch die Erhebung der häufigen und verbreiteten Arten im Feld erfasst das BDM ein möglichst breites Spektrum an Arten, Lebensräumen und Umweltzuständen.
Freilich veröffentlicht das BDM auch Zahlen zu den seltenen Arten und kann dabei in der Regel auf Daten bestehender Institutionen und Datenbanken zurückgreifen.