In Kürze
Als eines der ersten Länder weltweit will die Schweiz ihre biologische Vielfalt überwachen. Das Bundesamt für Umwelt BAFU hat dazu das Biodiversitäts-Monitoring Schweiz BDM gestartet. Im Rahmen des BDM zählen Fachleute im Auftrag des Bundes regelmässig Tiere und Pflanzen auf zahlreichen vorbestimmten Flächen im Gelände.
Während in den meisten Umweltbereichen in Zahlen gefasste Qualitätsziele anerkannt sind (etwa die Grenzwerte in der Luftreinhaltung), gibt es bislang keine Vorgaben, wie sich die Biodiversität verändern soll. Das Biodiversitäts-Monitoring dient dazu, solche konkreten Ziele für die Naturschutzpolitik zu definieren und aufzuzeigen, ob sie mit den ergriffenen Massnahmen erreicht werden.

Was bringt es?
Seit einigen Jahren fördert der Bund Buntbrachen in der Landwirtschaft. Auf der Grundlage des BDM kann herausgefunden werden, ob diese Direktzahlungen dazu führen, dass die Vielfalt wieder zunimmt. (Bild: Urs Tester)
Mit dem BDM kann beispielsweise festgestellt werden, ob die Artenvielfalt im Schweizer Wald zunimmt oder ob sie trotz Waldreservaten und ökologischer Bewirtschaftung abnimmt.
Entsprechend dem Dow Jones Index, der die wirtschaftliche Entwicklung anhand von Börsenkennzahlen widerspiegelt, zeigt das BDM auf, wie sich unser natürliches Kapital, die biologische Vielfalt, entwickelt.