Probefläche Landschaften
Probefläche Lebensräume

Breit angelegte Langzeiterhebung

Das BDM richtet das Augenmerk auf die Erhebung von häufigen und verbreiteten Arten. In Anlehnung an bereits bestehende Erhebungsprogramme wurde ein systematisches Stichprobenraster gewählt. Dieses besteht aus drei verschiedenen Messnetzen, welche die ganze Schweiz abdecken.


Artenvielfalt in Landschaften

Die Anzahl Arten in einer Landschaft hängt von verschiedenen Faktoren ab: Neben biogeografischen Verbreitungsmustern und physikalischen Faktoren wie Geologie, Relief und Klima bestimmt auch die Landnutzung die Verbreitung der Arten. Je mehr verschiedene Lebensraumtypen wie etwa Wiesen, Wald oder Äcker in einer Landschaft vorkommen und je naturnäher ihre Bewirtschaftung ist, desto mehr Arten siedeln sich in einer Landschaft an.

Das Messnetz zur Artenvielfalt in Landschaften besteht aus rund 450 Probeflächen von je einem Quadratkilometer Ausdehnung. Auf diesem Messnetz werden Gefässpflanzen, Tagfalter und Brutvögel (durch die Schweizerische Vogelwarte Sempach) erhoben.Pro Jahr wird jeweils 1/5 der Fläche beprobt. Im Jura und in der Südschweiz ist das Messnetz verdichtet, um zuverlässige Daten für diese Regionen zu erhalten.


Artenvielfalt in Lebensräumen

Das Messnetz zur Artenvielfalt in Lebensräumen umfasst rund 1’450 Messpunkte, von je zehn Quadratmetern. Als Lebensräume werden Wald, Wiesen und Weiden, Siedlungen, Äcker, Alpweiden und Gebirgsflächen unterschieden. Erhoben werden Gefässpflanzen, Moose und Mollusken.

Das Messnetz zur Erhebung der Vielfalt von Gewässerinsekten umfasst etwa 500 Abschnitte von ca. 5-100 Metern Länge in kleineren Fliessgewässern. Bestimmt werden die Larven von Eintagsfliegen, Steinfliegen und Köcherfliegen – die sogenannte EPT-Artengruppe.


Vielfalt von Artengemeinschaften

Die «Vielfalt von Artengemeinschaften» beschreibt, wie sich die Artenzusammensetzungen innerhalb einzelner Lebensräume und in den verschiedenen Regionen der Schweiz entwickeln. Die Berechnung erfolgt auf der Basis der Präsenz- und Absenzangaben der einzelnen Arten aus den beiden BDM-Messnetzen «Artenvielfalt in Landschaften» und «Artenvielfalt in Lebensräumen».

Eine grosse Vielfalt unterschiedlicher Artengemeinschaften ist positiv, eine Vereinheitlichung hingegen ist unerwünscht, da sie einen Verlust biologischer Vielfalt bedeutet. Lebensgemeinschaften werden zunehmend einheitlicher, wenn die Nutzungen immer ähnlicher oder intensiver werden, oder wenn überall die gleichen Arten eingeschleppt oder eingebracht werden.

In jedem der drei Kreise kommen drei Arten vor. Der mittlere Kreis ist dem Kreis links mit zwei gemeinsamen Arten ähnlicher als dem Kreis rechts mit nur einer Art, die auf beiden Flächen vorkommt.

Aktuelle Resultate des BDM finden Sie auf der Webseite des BAFU

> Umweltindikatoren

Die Daten des BDM werden auch für einen Legislaturindikator des Bundesrats genutzt.

> Legislaturindikator

Messnetz Landschaften
Messnetz Lebensräume
Messnetz Gewässer