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Die Intensivierung der Landwirtschaft hat in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu einem enormen Rückgang der Artenvielfalt im Landwirtschaftsgebiet geführt. Eines der Ziele des Bio-Landbaus ist es, diese negative Entwicklung zu bremsen. Im biologischen Landbau wird in möglichst geschlossenen Kreisläufen mit umweltverträglichen Methoden produziert. Chemisch-synthetische Dünger und Pflanzenschutzmittel sind verboten. Es ist deshalb anzunehmen, dass eine Zunahme des Bio-Landbaus der Biodiversität zugute kommt.
Auf biologisch bewirtschafteten Flächen ist die Vielfalt an Pflanzen, Kleintieren und Vögeln meistens grösser als auf konventionell bewirtschafteten. Da die Kulturpflanzen weniger dichte Bestände bilden, erreicht mehr Licht den Boden, was sich günstig auf das für die Artenvielfalt wichtige Mikroklima auswirkt.
Auch Gewässer profitieren vom Bio-Landbau, weil sie nicht mit chemisch-synthetischen Düngern und Pflanzenschutzmitteln belastet werden. Das Bestreben nach geschlossenen Kreisläufen führt dazu, dass die Viehbestände der Betriebsgrösse angepasst und das Land nicht übermässig gedüngt wird. Daher gelangen weniger Nährstoffe in die Gewässer (E14).
Bio-Landwirte engagieren sich besonders oft für die Erhaltung der genetischen Vielfalt indem sie für die Organisation Pro Specie Rara alte Gemüse- und Obstsorten anpflanzen und alte Tierrassen halten (Z1 und Z2).
Wieviel der biologische Landbau für die Artenvielfalt bewirkt, hängt stark von Standort, Klima, Kulturpflanzen und der Bewirtschaftungsmethode ab. Wie stark die Biodiversität durch den biologischen Landbau gefördert wird, kann deshalb nicht direkt aus dem Indikator M5 abgeleitet werden. |