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A - C | D
- H | I - Q | R - Z
A - C
Adulttiere: Die erwachsenen, fortpflanzungsfähigen
Individuen einer Tierart nennt man Adulte.
Alpha-Diversität beschreibt die
Artenvielfalt innerhalb eines Lebensraumes («within-habitat diversity»).
Art/Spezies: Alle Individuen, die sich auf natürliche Weise
untereinander fortpflanzen können und in allen typischen Merkmalen
untereinander und mit ihren Nachkommen übereinstimmen, bilden eine
Art.
Autochthon: So nennt man die einheimischen
Pflanzen- und Tierarten. Sie zeichnen sich durch genetische Eigenständigkeit
aus und sind an einen bestimmten Standort angepasst.
Beta-Diversität: Beschreibt die
Artenvielfalt innerhalb eines Lebensraummosaiks. (between-habitat-diversity).
Biodiversität: Biodiversität
heisst soviel wie biologische Vielfalt und umfasst die Artenvielfalt,
den genetischen Reichtum der Arten aber auch die Fülle an verschiedenen
Lebensräumen.
Biotop: Ein Biotop ist ein Lebensraum.
Also zum Beispiel eine Aue, ein Moor, ein Seeufer oder eine Wiese. Es
zeichnet sich durch spezifische Umweltbedingungen aus und beherbergt eine
typische Lebensgemeinschaft von Pflanzen und Tieren. Umgekehrt ist jede
Art mehr oder weniger an ein bestimmtes Biotop gebunden: der Biber an
Auen von stehenden oder langsam fliessenden Gewässer, das Murmeltier
an Bergmatten über der Baumgrenze, etc.
Biozönose: Die Biozönose
ist der lebende Teil eines Biotops. Eine Lebensgemeinschaft aus Pflanzen
und Tieren, die sich infolge ähnlicher Umweltansprüche und Abhängigkeiten
in einem bestimmten Lebensraum (Biotop) aufhält und vermehrt.
Buntbrachen: Buntbrachen sind mindestens
drei bis sechs Meter breite, landwirtschaftlich ungenutzte, ökologische
Ausgleichsflächen. Sie werden am Rand einer Ackerfläche, aber
auch mit genügend Abstand voneinander im Feld selbst angelegt. Buntbrachen
verbleiben für mindestens zwei bis sechs Jahre am selben Ort.
CORINE land cover: CORINE ist ein Programm
der EU, das zum Ziel hat, den Mitgliedstaaten einen einheitlichen Schlüssel
zur Kartierung der Landnutzungsformen anzubieten. Beispiele sind Wasserflächen,
Landwirtschaftsgebiete oder Industriezonen. Diese können je nach
Bedürfns noch feiner unterteilt werden.
CRSF: Zentrum
des Datenverbundnetzes der Schweizer Flora. Ihr Ziel ist es, eine
leistungsfähige Datenbank aufzubauen und zu unterhalten, die zahlreiche
Informationen zur Schweizer Flora vereint.
CSCF:
Schweizer Zentrum für die Kartographie der Fauna. Die französische
Bezeichnung hat sich eingebürgert. Eine private Stiftung, die aber
vom Bund unterstützt wird. Die Stiftung trägt Informationen
zusammen, versucht, die Datenerhebung zu vereinheitlichen und koordiniert
Naturschutzbemühungen, auch mit dem Ausland.
D - H
Endemit: Eine endemische Art ist eine
Art, die nur in einem begrenzten geographischen Gebiet vorkommt, zum Beispiel
auf einer Insel oder einer Bergspitze. Wenn sie dort verschwindet, gibt
es sie nirgends mehr.
Evenness: Die Evenness misst den Grad
der Gleichverteilung der Arten in einer Lebensgemeinschaft. Sie wird mit
einem Wert zwischen 0 (= eine Art dominiert), und 1 (=gleich viel von
jeder Art) ausgedrückt.
Evolution: Evolution nennt man die
Entwicklung von ursprünglichen, einfachsten Lebewesen zu hochentwickelten
Arten. Durch sich ändernde Lebensbedinungen haben sich neue Arten
entwickelt. Lebewesen, die durch die Umweltbedingungen nicht bevorzugt
werden, sterben früher oder später aus.
Flagship-Arten: Arten, die aufgrund
ihrer Grösse oder Auffälligkeit die Unterstützung eines
breiten Publikums geniessen, nennt man Flaggschiff-Arten. Dazu gehört
zum Beispiel der Pandabär oder der Luchs.
Gamma-Diversität: Beschreibt die
Artenvielfalt in einer biogeografischen Region.
Gene: Gene sind die Träger der
Erbinformation. Sie legen zum Beispiel das Muster auf einem Schmetterlingsflügel
fest.
Habitat: Das Habitat ist der typische
Lebensraum einer Art.
Hot Spot: Ein Hot Spot ist ein Standort,
an dem besonders viele Arten leben. In der Schweiz gehören beispielsweise
die Kalkmagerrasen zu den Hot Spots.
I - Q
Indikatorart: siehe Zeigerart
IRENA: Inventar der rechtskräftig
geschützten Naturschutzgebiete der Schweiz.
IUCN: The
World Conservation Union. Ziel dieser internationalen Organisation
ist es, alle umweltinteressierten Stellen und Einzelpersonen in der ganzen
Welt zu unterstützen. Die Integrität und Diversität der
Natur soll erhalten bleiben und die Nutzung von natürlichen Ressourcen
soll gerecht und ökologisch sinnvoll erfolgen
KARCH: Koordinationsstelle
für Amphibien- und Reptilienschutz in der Schweiz.
Keystone-Arten: Schlüsselarten
nehmen eine besondere Rolle ein für das Funktionieren einer Lebensgemeinschaft
oder eines Lebensraums. Ihr Verschwinden hat das Aussterben anderer Arten
zur Folge. Beispiele sind Biber, oder einzelne Spechtarten, deren alte
Höhlen von anderen Waldbewohnern wiederverwendet werden.
Ökosystem: Ein Ökosystem
ist eine funktionelle Einheit von Lebewesen und ihrem Lebensraum. Die
Lebewesen stehen in Wechselwirkung mit ihrem belebten und unbelebten Umfeld
und tauschen Energie, Stoffe und Informationen aus.
Ökoton: Ökotone sind Grenzbereiche
zwischen verschiedenen Pflanzengesellschaften oder Biotopen (Saum- oder
Übergangsbiotop). Sie zeichnen sich durch Artenvielfalt aus, die
größer ist, als die Summe derjenigen Arten, die in den angrenzenden
Gebieten vorkommen.
Pionier: Pioniere sind Pflanzen oder
Tiere, die als erste eine Gegend, ein Gebiet, eine Fläche besiedeln.
Pionierstandort: Neu entstandene Standorte
mit unwirtlichen Bedingungen. Das kann zum Beispiel ein Flussbett sein,
das regelmässig überflutet wird, aber auch ein Lawinenschuttkegel
der nach und nach wieder besiedelt wird.
Population: Alle Individuen einer Art
innerhalb eines bestimmten Raums bilden eine Fortpflanzungsgemeinschaft
eine so genannte Population. In einer Population besteht ständiger
Austausch des Erbguts.
Q347: Abflussmenge, die, gemittelt
über zehn Jahre, durch- schnittlich während 347 Tagen des Jahres
erreicht oder überschritten wird und die durch Stauung, Entnahme
oder Zuleitung von Wasser nicht wesentlich beeinflusst ist. Sie ist von
Gewässer zu Gewässer unterschiedlich.
R - Z
RAMSAR: Internationales Abkommen über
Feuchtgebiete (RAMSAR), insbesondere als Lebensraum für Wasser- und
Watvögel. Es wurde 1971 in Ramsar (Iran) abgeschlossen und ist 1976
in der Schweiz in Kraft getreten. Ziel des Übereinkommens ist der
Schutz und die nachhaltige Nutzung von Feuchtgebieten und deren Ressourcen
durch nationale Massnahmen und internationale Zusammenarbeit.
Relikt: Relikte sind Überbleibsel
aus früherer Zeit. Es sind Pflanzen oder Tiere, die zu Zeiten entstanden
sind oder verbreitet waren, in denen ganz andere Lebensbedingungen herrschten.
Relikte finden sich bevorzugt an Orten, die noch am ehesten diesen früheren
Bedingungen entsprechen. Typische Beispiele sind Eiszeitrelikte in den
Bergen.
Rote Liste: Der Bund hat Rote Listen
gefährdeter Pflanzen- und Tierarten erstellt. Manche Arten werden
direkt durch die Anwendungsverordnung des Gesetzes geschützt, andere
werden indirekt geschützt, indem Lebensräume oder Habitate der
auf den Roten Listen stehenden Arten Kraft des Gesetzes zu schützen
sind.
Schutzgebiet: Schutzgebiete sind rechtlich
festgesetzte Gebiete, in denen ein besonderer Schutz von Natur und Landschaft
garantiert wird. Sei es zur Erhaltung von Lebensgemeinschaften oder Habitaten
bestimmter wildwachsender Pflanzen- oder Tierarten, aus wissenschaftlichen
Gründen oder aus Gründen der Kulturgeschichte, wegen ihrer Seltenheit,
besonderen Eigenart oder hervorragenden Schönheit oder wegen des
Erholungswertes des Gebietes.
SGW: Schweizerische
Gesellschaft für Wildtierbiologie. Die SGW ist eine wissenschaftliche
Organisation der Schweiz, die sich mit dem Schutz und der Erforschung
freilebender Tiere (Säuger und Vögel) und ihren Beziehungen
zur Umwelt befasst.
Umbrella-Arten: Dies sind Arten, durch
deren Schutz eine ganze Reihe von kleineren Arten mit ähnlichen Lebensraumansprüchen
erhalten werden. Umbrella-Arten zeugen für die Qualität eines
Ökosystems.
Vegetation: Die Gesamtheit der Pflanzengemeinschaften
eines Gebietes bilden die dortige Vegetation.
Zeigerart: Arten, die sich durch eine
geringe Reaktionsbreite auszeichnen und sehr spezifische Lebensbedingungen
benötigen, können als Zeigerart für bestimmt Umweltbedingungen
beigezogen werden. So gilt zum Beispiel der Wiesen-Sauerampfer als Zeiger
für überdüngte Wiesen. |
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