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Methodische Hinweise

Der Indikator «Artenvielfalt in Landschaften (Z7)» ist eine der wichtigsten Datengrundlagen des BDM. Er zeigt auf, wie viele Gefässpflanzen-, Brutvogel- und Tagfalter-Arten in den Landschaften der Schweiz vorkommen. Nähere Angaben zum Indikator finden sich hier.

Schweizweit werden 450 Kilometerquadrate bearbeitet (s. Abb), pro Jahr je ein Fünftel der Stichprobe. Im Jura und in den Südalpen ist die Stichprobe verdichtet. Innerhalb des Kilometerquadrats werden die Tagfalter entlang einer 2,5 Kilometer langen Zählstrecke (Transekt, s. Abb.) erfasst, bis zu einer Distanz von 5 Metern zu beiden Seiten. Es werden sieben (in den höchsten Lagen nur vier) Begehungen durchgeführt. Hiermit werden durchschnittlich 73 Prozent der im Kilometerquadrat vorhandenen Tagfalterarten erfasst. Weitere Angaben zum Stichprobendesign und zur Erfassungsmethode (Feldanleitung) finden sich hier.

Die Artenvielfalt der Tagfalter wird seit 2003 erfasst. Erstmals liegen nun drei vollständige Erhebungsperioden von jeweils 5 Jahren vor. Für die insgesamt 187 bisher im BDM festgestellten Tagfalterarten werden die folgenden Daten präsentiert:

Vorkommen

Eine Karte pro Art präsentiert das Vorkommen im BDM, differenziert nach Erst- (2003 - 2007), Zweit- (2008 - 2012) und Dritterhebung (2013 - 2017). Die Darstellung lehnt sich an den historischen Schweizer Brutvogelatlas an (Knaus et al. 2011), wurde aber etwas vereinfacht. Da seltene Arten im BDM eher unterrepräsentiert sind, finden sich für diese beim CSCF vollständigere Verbreitungskarten (http://lepus.unine.ch/carto/). Für weitere Angaben zum Vorkommen verweisen wir auf die Erläuterungen im PDF.

Entwicklung

Darstellung des jährlichen Auftretens anhand der durchschnittlichen Individuenzahl aller Transekte, auf denen die Art zwischen 2003 und 2017 festgestellt wurde. Bei Arten, die nicht in jedem Jahr nachgewiesen wurden, sind die Jahreswerte mit Punkten dargestellt. Bei Arten, die in jedem Jahr festgestellt wurden, ist außerdem eine Linie mit dem mittleren Trend dargestellt. Signifikante Veränderungen zwischen 2003 und 2017 sind durch einen grünen Pfeil (Zunahme) bzw. roten Pfeil (Abnahme) gekennzeichnet. Für die Analyse verwendet das BDM generalisierte und gemischte lineare Modelle (GLMM).

Höhenverbreitung

Die Grafik zeigt die Höhenverbreitung jeder Art. Dargestellt ist für jedes Höhensegment die durchschnittliche Anzahl Individuen pro Transekt (Summe aller Begehungen), bezogen auf alle Erhebungen zwischen 2003 und 2017, auf denen die entsprechende Art festgestellt wurde.

Phänologie

Die Grafik zeigt die Phänologie basierend auf der durchschnittlichen Individuenzahl der jeweiligen Begehung (Zeitfenster) für alle Transekte zwischen 2003 und 2017, auf denen die entsprechende Art festgestellt wurde.
Auf der x-Achse sind die Erhebungs-Zeitfenster aufgetragen, die je nach Region geringfügig variieren (Details s. Feldanleitung).

Literatur

BAFU & BLW, 2008: Umweltziele Landwirtschaft. Hergeleitet aus bestehenden rechtlichen Grundlagen. Umwelt-Wissen Nr. 0820. Bundesamt für Umwelt, Bern. 221 S.

BAFU, 2011: Liste der National Prioritären Arten. Arten mit nationaler Priorität für die Erhaltung und Förderung, Stand 2010. Bundesamt für Umwelt, Bern. Umwelt-Vollzug Nr. 1103: 132 S.

Knaus P., Graf R., Guélat J., Keller V., Schmid H. und Zbinden N., 2011: Historischer Brutvogelatlas. Die Verbreitung der Schweizer Brutvögel seit 1950. Schweizerische Vogelwarte, Sempach. 336 S.

Van Swaay C., Cuttelod A., Collins S., Maes D., L. pez Munguira M., Šašić M., Settele J., Verovnik R., Verstrael T., Warren M., Wiemers M. and Wynhof I., 2010. European Red List of Butterfies. Luxembourg: Publications Office of the European Union.

Wermeille E., Chittaro Y., Gonseth Y., 2014: Rote Liste Tagfalter und Widderchen. Gefährdete Arten der Schweiz, Stand 2012. Bundesamt für Umwelt, Bern, und Schweizer Zentrum für die Kartografie der Fauna, Neuenburg. Umwelt-Vollzug Nr. 1403: 97 S.